Monchique Sehenswürdigkeiten

Die Ortschaft Monchique ist eine Kleinstadt mit ca.: 6500 Einwohnern. Die größten Sehenswürdigkeiten für Monchique, würde ich mit der umliegenden Natur und den herrlichen Ausblicken beim Wandern in der Serra in Verbindung bringen. Doch hier möchtest Du sicherlich über Sehenswürdigkeiten informiert werden, die Du durch einen Spaziergang im Ort selbst anschauen kannst.

Monchique und seine Sehenswürdigkeiten

In dem Video kannst Du Dir einen Rundgang durch Monchique zu den Sehenswürdigkeiten anschauen.

Hier kannst Du die detaillierte Geschichte von Monchique lesen.

Die Kirche: Igreja de São Sebastião

Da fangen ich doch gleich mal mit der aller ersten Kirche von Monchique an. Sie befindet sich nicht weit von der Touristeninformation dem „Posto de Turismo“ direkt am Friedhof „Cemiterio“.

Sehenswürdigkeiten in Monchique die Igreja de São SebastiãoSie hat einen Grundriss von 10 x 5 Metern und ein kleines Kuppeldach. Drinnen steht der Hölzerne Altar, der 1842 aus dem „Konvent“ kam. Er ist mit einem Bildnis aus dem 17. Jahrhundert, der Mutter Gottes der Verbannung, geschmückt. Gleicher Herkunft ist möglicherweise der Überbau und die phantasievollen Säulen des Altaraufsatzes.

1900 war die Kirche auf der Nordseite zerstört. 1902 wurde die Sakristei repariert und 1909 die ganze Kirche restauriert.

Der König São Sebastião besuchte 1573 Monchique. Er war der Meinung, daß zu jeder Ortschaft eine Kirche gehört und ließ somit die erste Kirche der Ortschaft errichten.

Direkt vor dem Haupteingang verlief auch die erste Straße zur Ortschaft auf der schon die Römer und Mauren in das Dorf kamen.

Foto: Alte Römische Straße zur Ortschaft

Sehenswürdigkeiten in Monchique, das Konvent

Es wurde 1631 fertiggestellt und am 28.3.1632 den Franziskanern geschenkt. Es hat eine Grundfläche von 1262 m².

Der Konvent wurde einer Überlieferung nach im Auftrag von zwei in Not geratenen Seefahrern zum Dank ihrer Rettung errichtet. Einer von ihnen war „Senhor Peru da Silva“. Er ist am 20.3.1632 als Vizekönig nach Indien gegangen. Er verstarb später in Mosambik. Der Leichnam wurde hier unter der Kapelle im rechten Seitenflügel begraben.

Sehenswürdigkeiten in Monchique, das Kloster/KonventIm Essensraum der Mönche war eine Kachelfotografie von Leonard Davinci`s Werk „Jesus beim Abendmahl“ vorhanden. Reste davon sind bei einem Besuch noch zu sehen.

Das Kloster war ein großer Fortschritt für die Bevölkerung und nahm starken Einfluss auf das damalige Leben. Einmal am Tag bekamen die Armen am Haupteingang Essen geschenkt. Jedes Kind wurde hier getauft. Donnerstags gab es Prozessionen gegen Krankheit und freitags für die Zufriedenheit. Es gab 2 Gefängnisse. Eines im Tower und eines auf der Südseite.

Sehenswürdigkeiten Monchique und das Erdbeben von 1755

Das Kloster wurde 1755 vom Erdbeben zerstört. Dabei stürzten verschiedene Mauern und die Rundhalle ein. Auch die schweren Glocken fielen dabei herunter. Es kamen sogar einige Menschen aus dem Kloster ums Leben.

Wie wichtig das Kloster für die Bevölkerung war kann man einige Jahre später erkennen. Denn 1795 sammelte die Bevölkerung den Jahresbedarf an Essen und Geld für den letzten Pater, so dass er bleiben und sich ernähren konnte.

Foto: Aussicht vom Kloster über MonchiqueEinige Jahre später (1842) wurde das Kloster aufgelöst. Die Uhr und die Glocken wurden an die Gemeinde verkauft. Die umliegenden Ländereien und Häuser kauften Privatpersonen. Alle Kirchengegenstände wurden an die christliche Kirche verschenkt. Ein Altar ist nach Aljezur und der andere in die „Igreja de São Sebastião“ in Monchique gekommen.

Eine Legende zur Namensfindung besagt: Ein 10 jähriges Mädchen wurde ausgesucht um aus einem Behältnis, gefüllt mit verschiedenen Namen, 3 herauszuziehen. Sie zog 3 mal hintereinander den Namen „A Nossa Senhora Do Desterro“ was so viel heißt wie „Mutter Gottes der Verbannung“. So hat das Kloster seinen Namen bekommen.

Die Kirche: Igreja Matriz de Nossa Senhora das Dores

Die Kirche befindet sich zentral in der Ortschaft. Sie wurde im 15. und 16. Jh. errichtet. Durch das Erdbeben von 1755 wurde sie stark zerstört und danach aber wieder aufgebaut. Von außen ist das manuelinische Portal auffällig. Es hat gedrehte Säulen die aussehen wie Taue und die oben im Bogen zu 5 Knoten zusammenlaufen.

Foto: Das manuelinische Portal der KircheDie Kirche hat zwei Seitenschiffe. Das Seitenschiff links vom Hauptaltar trägt den Namen „Capela do Santíssimo“, und das rechts vom Altar heißt „Capela de Nossa Sr.ª do Carmo“.

Im Hauptschiff steht ein mit vergoldeten Schnitzereien verzierte Altar. Der wahrscheinlich aus dem 18. Jh. stammt. Wenn man sich dieses Kunstwerk genauer anschaut entdeckt man etwas sehr originelles.

Die Madonnenstatue in der Mitte des Altars soll vom berühmten Bildhauer Machado de Castro geschaffen worden sein.

Beeindrucken sind auch die Kachelbilder aus dem 17. Jh., die das Gewölbe und die Wände der „Capela do Santíssimo“ verzieren.

Der AltaraufsatzDer Altaraufsatz in der „Capela de Nossa Senhora do Carmo“ stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Franziskanerkloster weiter oben am Berg, dem „Convento“.

Neben einer Sammlung verschiedener Figuren sieht man in der Kirche verschiedenen sakrale Gegenstände, sowie wertvolle Paramente, die ebenfalls aus dem ehemaligen Franziskanerkloster stammten.

Sehenswürdigkeiten Monchique mit dem Auto

In dem Video siehst Du einen Besuch vom Friedhof in Monchique, den höchsten Gipfel der Algarve, dem Foia und Besuch bei einem sagenumwobenen und romantischen Platz.

Dokumentation Monchique Sehenswürdigkeiten im Umland

Der Foia, der höchste Berg der Algarve

Natürlich ist der Besuch oben auf dem 902 Meter hohen Foia Pflicht. Es lohnt sich aber nur, wenn der Gipfel nicht in dicke Wolken gehüllt ist. Die Aussicht ist, wenn man gute Sicht hat, absolut beeindruckend. Auch sollte man sich auf einen Temperaturunterschied und eventuelle kalte Winde einstellen. Schon die Fahrt hinauf zum höchsten Berg der Algarve ist ein Erlebnis. Wenn Du noch einen schönen Platz sehen und nicht den gleichen Weg zurück nach Monchique fahren möchtest, dann solltest Du noch einen Abstecher zum „Barranco dos Pisões“ machen. Dahin geht es bergab auf der anderen Seite des Berges.

Barranco dos Pisões – Das Tal der Walker

Der Name stammt aus Römischer Zeit. Dort gab es früher mehrere Wassermühlen. Mit einigen wurde Getreide gemahlen aber mit den anderen wurden Maschinen zur Textilherstellung angetrieben.

Zur Zeit der Mauren wurde in Flußnähe Reis angebaut. Der Reisanbau wurde dann aber um 1500 in Portugal zum Staatsmonopol. Die Bauern durften nur mit einer Genehmigung Reis anbauen. Das hat zu Zeiten des Salazars übrigens auch noch gegolten.

Foto: Der Picknickplatz Barranco des PisõesDieser herrlicher Picknickplatz befindet sich etwas außerhalb von Monchique an einem kleinen Bach. Dort steht eine wohl 100 jährige Platane, wo die Herzen der sich liebenden schon bis weit nach oben gewachsen sind. Diese Platane wurde 1947 unter Naturschutz gestellt wie man auf einem Schild dort lesen kann. Ein sagenumwobener Ort…

Früher hörte man entlang des Flusses wie die Leinengewebe auf den Steinen im Fluß weich geschlagen wurden. Ebenso hat man sich hier an Wochenenden getroffen um zu Grillen, sich zu unterhalten, Musik zu machen und zu Tanzen. Es ist ein Ort der sich liebenden, die hier schon seit Ewigkeiten hin gingen.

Hier geht es zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Algarve.

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