Geschichte Caldas de Monchique

Hier bekommst Du nun die ausführliche Geschichte von Caldas de Monchique, wie Du sie garantiert nirgends anders finden wirst. Ein portugiesisches Geschichtsbuch nur über Caldas de Monchique hat mir dazu als Vorlage gedient.

Das Wort „Caldas“ bedeutet warme Quellen. Die Menschen, die in der Nähe wohnten, benannten diese Gegend schon seit eh und je so. Somit gaben sie dem Ort diesen Namen.

Foto: Caldas de Monchique Umgebung

Caldas de Monchique wurde in einer engen Schlucht erbaut, in der 6 thermale Quellen entspringen. Diese Quellen entspringen genau an der Übergangsschicht zweier Gesteinsschichten. Erwärmt werden die Quellen durch Vulkanismus.

Die Geschichte von Caldas de Monchique beginnt schon vor Christus mit der Anwesenheit der Römer. Sie hatten in ihrem Reich eine bestätigte Vorliebe für warme Bäder.

Kleinere Wohnhäuser und Brotbacköfen, sowie Münzen aus dieser Zeit, lassen darauf schließen, dass die Römer durch die Heilkraft des Wassers angezogen wurden. Münzen aus der Zeit der Mauren und der ersten portugiesischen Dynastie belegen ebenfalls eine gewisse Bewegung in dieser Region.

Die ersten Aufzeichnungen

Foto: In Caldas de MonchiqueDie ersten Aufzeichnungen über Caldas de Monchique wurden erst Ende des 15. Jh. von den damaligen Ärzten gemacht. Dabei handelt es sich um Notizen, die sich hauptsächlich auf erzielte Heilerfolge mit den Quellen und auf Wasseranalysen beziehen.

Doch erst die Geschichte des Königs D. João II, mit dem Beinamen der perfekte Prinz, machte Caldas de Monchique als Wasserkurort im ganzen Land bekannt. Hier geht es zur Geschichte von Königs D. João II.

Sein Tod war ein neuer Abschnitt für Caldas de Monchique. Es schien für einen Moment, dass Caldas de Monchique mit seinen Quellen in Vergessenheit geriet. In Folge dessen zogen fast alle Ärzte aus der Gegend weg. Die Kranken kamen aber weiterhin an diesen Ort und suchten Heilung durch die Quellen.

Caldas de Monchique gehörte seinerzeit zum Krankenhaus in Silves und wurde von den dortigen Bischöfen geleitet.

Geschichte Caldas de Monchique zwischen 1500 und 1600

1506 besagte das erste Dokument über Caldas de Monchique, dass alle Anwohner eine Steuer von 10 „Crusados“ für die Verbesserung der Wege bezahlen mussten.

Statue König São Sebastião in Lagos1573 am 26.1 besuchte der König „São Sebastiao“ Caldas de Monchique. Er sah dort viele Kranke, die Medizin für ihre Leiden und Gebrechen fanden. Es scheint aber, dass dieser Besuch keinen weiteren Einfluss auf die Entwicklung von Caldas genommen hat.

In verschiedenen Schriften aus dieser Zeit ist die Gegend um Caldas, zum Foia und Picota hinauf, als einzigartig und sehr schön beschrieben worden. Neben den verschiedenen Fruchtbäumen, die Vegetation und das gute Klima, wurde immer wieder das gesundheitsfördernde Wasser erwähnt.

Geschichte Caldas de Monchique zwischen 1600 und 1700

1638 wurde Caldas de Monchique vom Bischof „D. Francisco Barreto“ als notwendig bezeichnet und er veranlasste die ersten Bauarbeiten. Diese waren wichtig für die Weiterentwicklung des Ortes.

Er ließ das Badehaus modernisieren, renovierte die Häuser, veranlasste eine ausführliche Wasseranalyse und baute Häuser (Gemeinschaftsschlafräume) für die Armen. 1649 waren die Bauarbeiten beendet. Der Ort wurde mit seinem neuen Erscheinungsbild im ganzen Land und über die Landesgrenzen hinaus publik gemacht.

Bis zum 28.4.1671 gab es keinen Arzt mehr in der Serra. Es musste gelegentlich einer aus Lagos geholt werden. Zwischenzeitlich half ein Mönch aus dem Franziskanerkloster in Monchique aus. Der Bischof veranlasste schließlich die Anwesenheit eines Arztes und der Mönch assistierte fortan.

Foto: Kirche in Caldas de Monchique1692 ließ der Bischof „D. Simao da Gamma“ die nächsten Bauarbeiten verrichten. Es wurde das Badehaus „S. Joao“ und eine Kapelle errichtet. Das Hospital wurde umgebaut und die Wege von und nach Caldas de Monchique wurden verbessert.

Zwischen 1700 und 1800

1730 sorgte der Bischof „D. Fr. Lourenco de Santa Maria“ mit der Errichtung einer Küche für die Versorgung der Armen.

Mit der anfallenden Erde ließ er einen Friedhof anlegen. Das war seinerzeit ungewöhnlich, denn die Toten wurden unter der Kirche in einer Gruft begraben. Wenn diese voll waren, dann wurden mit den Gebeinen Mauern und sogar Gebäude errichtet. So z.B. die Knochenkirche in Alcanterillia mit dem Spruch über dem Portal: „Wir warten auf euch“.

1731 errichtete der Kardinal „Senhor Pereira“ ein weiteres Badehaus mit innen liegenden Bädern. Männer und Frauen waren natürlich strikt getrennt. Das Gebiet Monchique zählte schon 426 Häuser und 1531 Einwohner (Kinder unter 8 Jahren wurden nicht mitgerechnet).

1755 ereignete sich das große Erdbeben, welches Lissabon zerstörte und viele Tote forderte. Obwohl das Epizentrum bei Alvor lag, waren in Caldas de Monchique seltsamerweise keine größeren Schäden zu melden. Nur die Quellen trübten sich und schienen zu kochen. Sie gaben über 2 Monate wesentlich mehr Wasser als bisher üblich ab.

1769 die Serra de Monchique wurde in neue „Concelhos“ Verwaltungsgebiete aufgeteilt und die Gurke hielt Einzug ins Gebiet. 4 Jahre später wurden die ersten Kürbisse angebaut und der Salat bekam mehr Bedeutung.

Caldas de Monchique war schon im ganzen Land bekannt

Foto: Wildschweine1777 war Caldas de Monchique schon im ganzen Land bekannt. Das Bad war nur noch im Sommer geöffnet. Das Wasser wurde im Laufe der Zeit des Öfteren analysiert. Es wurde zur Heilung verschiedenster Krankheiten, wie z.B. Hautkrankheiten, Syphilis, Epilepsie, Trauma, Skorbut, Krätze und Krebs benutzt.

Es wurden richtige Therapien durchgeführt. Dabei wurde das Wasser innerlich und äußerlich angewandt. An einer schwefelhaltigen Quelle wurde sogar inhaliert.

Man legte großen Wert auf gute Ernährung. Eine Kur dauerte in der Regel zwischen 25 und 40 Tage. Für die Armen war die Behandlung kostenlos, nur die Wohlhabenden mussten für die Kur bezahlen.

Die Serra de Monchique lebte seinerzeit vom Kastanienholz so wie von der Land- und Viehwirtschaft. In der unzugänglichen Natur lebten noch reichlich Wildschweine, Wölfe, Kaninchen und anderes Wild.

1786 gingen verschiedene Epidemien durchs Land.

1787 war Caldas de Monchique schon über die Landesgrenzen hinaus bekannt und lockte die ersten ausländischen Besucher an.

1796 am 19.12. wurden die Hospitäler den Bezirken übergeben und Caldas de Monchique wurde nun von Monchique geleitet. Das Gasthaus wurde daraufhin privatisiert.

Im „Palacete“ war ein Konsultationsraum und die Residenz des Gouverneurs vorhanden. Nun wurde Caldas de Monchique verstärkt vom Militär frequentiert und viele Kriegsverletzte suchten dort Hilfe für ihre Leiden.

Geschichte Caldas de Monchique zwischen 1800 und 1850

Foto: Buvette in Caldas de Monchique1805 war das Hospital schon ein Militärkrankenhaus. Auf Grund der vielen Verletzten herrschte ein Ärztemangel und man suchte einen per Anzeige in der Zeitung „Gazeta de Lisboa“.

1807 war Caldas völlig heruntergewirtschaftet und unansehnlich heruntergekommen.

Dank dem Bischof „D. Francisco do Avelar“ bekam Caldas de Monchique neuen Aufschwung. Er spendete Geld für umfangreiche Bau- und Modernisierungsarbeiten. Er kaufte die umliegenden Ländereien auf um dort Obst und Gemüse anzubauen. Damit wollte er die Essensversorgung für den Kurort sichern.

Er baute die Straßen um Caldas de Monchique und in Richtung Süden aus. Ebenso baute er eine Brücke über den Fluß „Odeluca“. Weiterhin achtete er darauf, dass das Krankenhaus wieder gut funktionierte.

Er bepflanzte die Gegend um Caldas de Monchique um einen einzigartigen Park südlich des Tejo entstehen zu lassen. Der Bischof wollte die schon existierenden Wälder, Häuser und die zufällige Form der Landschaft in Einklang bringen. Er wollte ein grünes Meer der Berge zu schaffen, wo die Pflanzen nach und nach kleiner werden.

Im Ergebnis dieses Ensembles entstehen in der Morgensonne beeindruckende Impressionen.

Foto: Caldas de Monchique beim SpaziergangMit diesen Pflanzung schuf er einen grünen Gürtel von der Küste zu den Bergen. Damit erreichte er den Eindruck, dass die Häuser und Ansiedlungen in der leicht wellige Form der Landschaft mit Grün eingepudert sind.

Die Aufforstung geschah mit Pinien, Korkeichen und Akazien. Auf den Äckern wurden Obstbäume gepflanzt und Landwirtschaft betrieben.

Caldas war bereits eine richtige Oase

Außerhalb der kultivieren Gebiete zog sich die Macchia bis hin zum Horizont. Die Region Monchique war nach der Aufforstung eine richtige Oase und hob sich bis weit in den Alentejo hinein von der sonstigen Umgebung ab.

1835 sanken die Besucherzahlen. Aus politischen Streitereien (Kampf um eine liberale Verfassung) bildeten sich Banditengruppen.

Die wohlhabenden Kurgäste kamen bisher gleich mit kleineren Karawanen angereist. Sie brachten ihre Diener, Reittiere, Matratzen, Möbel, Reis, Zucker, Mehl, Kleidung und anderes mit. Doch nun hatten sie Angst überfallen zu werden und machten sich gar nicht erst auf den Weg.

In den folgenden Jahren gab es regelmäßig Preiserhöhungen. Es wurden neue Regelungen getroffen und somit wurden nun auch Steuern erhoben.

1850 Bis dahin war die Heilung und Verköstigung der Armen frei. Nun mussten die Armen auch ab dem 6. Tag der Nutzung der Anstalt und dem 12. Tag der Nutzung des Hospitals bezahlen.

Zur selben Zeit waren schon die zwei Quellen „Fonte Santa“ und „Malhada quente“ bekannt. Sie sind gleichen Ursprungs wie die Quellen von Caldas de Monchique. Man entschloss sich aber diese nicht weiter auszubauen, sondern in Caldas zu investieren.

Foto: Bach in Caldas de MonchiqueCaldas de Monchique hatte 3 Badehäuser. Das eine mit dem Namen „São João“ hatte 2 Quellen, eine davon zum Trinken. Das Badehaus mit dem Namen „Santa Teresa“ konnte ebenfalls 2 Quellen aufweisen. Diese waren aber schwächer.

Das dritte Badehaus trug den Namen „Banho do Pancada“, was so viel wie „Bad der Schläge“ bedeutete. Es hatte ebenfalls 2 Quellen, wovon eine einen 3 Meter hohen Wasserfall bildete und zum Duschen benutzt wurde. Alle Quellen fließen wieder Zusammen und bilden den Fluß „Dos Banhos“, der dann in den „Boina“ fließt.

Geschichte Caldas de Monchique zwischen 1850 und 1900

1851 ab dem 9. Juni wurde der Pfarrer verpflichtet alle Bewegungen in Caldas de Monchique aufzuzeichnen, um Statistiken anfertigen zu können.

1860 Die Straße nach Portimão wurde erneuert und der Reisanbau genehmigt (Staatsmonopol). Nun kamen wieder viele Besucher aus Andalusien, Gibraltar und aus dem entlegenen Katalonien.

Caldas de Monchique wurde wieder erweitert und modernisiert, um die Besucherzahlen verdoppeln zu können. Neue Häuser und Stallungen wurden errichtet. Backöfen und 6 neue Steinbrücken wurden gebaut. Die Straße nach Portimão wurde erweitert. Es wurden neue Möbel aus Holz und Metall gekauft. Auch wurden neue Bäume gepflanzt und der Garten verbessert.

1866 hat „Hermann de Solms Laubach“ die geologische Struktur, Fauna und Flora der Serra de Monchique aufgezeichnet.

1869 am 16.12. besagt eine Statistik, dass von 556 Kranken 43 komplett geheilt wurden. 461 Patienten ging es besser und 39 fanden keine Hilfe. Die Zahlen sind auf die Badesaison bezogen, die von Juni bis Ende September ging.

Eine Kommission wurde gebildet

1870 wurde eine Kommission gebildet, die einen erneuten Umbau planen sollte.

Foto: Caldas de Monchique beim Wandern1872 Nach einigen Verbesserungen wurden auch die Gehälter der Ärzte und Angestellten erhöht. Ein Raum mit Billardtisch, ein Erholungszimmer mit Musik und ein Raum mit Spielen wurden eröffnet. Die Preise für das Baden wurden angehoben, aber die Konsultation des Arztes blieb gratis.

1873 Eine Typhusepidemie geht herum.

1874 Die erste Tagespost erreicht Caldas de Monchique.

1875 wurde von einem Abriß und ein moderner Wiederaufbau gesprochen. Doch die Mittagspost (damalige Zeitung) protestierte heftig. Es sei ein Verbrechen diesen alten historischen Ort einfach abzureißen. Die Probleme der Erweiterung und Modernisierung könnten auch anders gelöst werden. Somit blieb Caldas de Monchique erhalten und es wurden einige Verbesserungen durchgeführt. Es wurde sogar eine Telegraphenstation eingerichtet.

1876 gab es eine Agentur in Portimão, die eine regelmäßige Verbindung nach Caldas eingerichtet hatte. Sonntags, dienstags und freitags um 6 Uhr Abfahrt nach Caldas de Monchique und um 17 Uhr Abfahrt aus Caldas. Die Gepäckstücke wurden nach Gewicht und Volumen berechnet.

1877 war die erste Pflasterstraße nach Caldas de Monchique fertig, die später bis Monchique weitergebaut wurde.

Neue Pläne und ein größerer Umbau

1882 wurde „Dr. João Bentes Castel Branco“ zum neuen Direktor ernannt. Er leitete bis 1896 Caldas de Monchique und sorgte für Aufsehen, denn er plante und begann einen größeren Umbau.

Foto: Platz mit Platanen in Caldas de MonchiqueDie Flüsse sollten eingefasst, der Platz der Platanen erweitert, das Schlachthaus und den Pferdestall verändert werden. Die alten Schuppen der Verwalter sollten abgerissen, die Wohnungen im Gasthaus verdoppelt und komfortabel eingerichtet werden.

Es war geplant das Hotel „Central“ umzubauen, eine Apotheke einzurichten, ein neues Verwaltungshaus und 3 neue Häuser für die Bediensteten zu bauen. Neue Wege bis 2 Km in die Macchia sollten entstehen um an schöne Aussichtspunkte zu gelangen. Er wollte Säen und Pflanzen um einen wundervollen Park entstehen zu lassen. Er dachte sogar an eine Bewässerungsanlage für den Park.

Einige Jahre später wurden die Arbeiten in Caldas de Monchique unterbrochen, weil Hilfsmittel fehlten. Die Weiterführung des Umbaus wurde 1886 von einer Kommission abgelehnt. In diesem Jahr kam „Dr. Antonio Frederico Gomes“ nach Caldas de Monchique um dort eine Hydrotherapie auszuarbeiten. Dr. Bentes unterstützte ihn bei seiner 4 Jahre andauernden Arbeit.

1891 bis 1895, die Hilfsmittel waren immer noch stark eingeschränkt, so daß nur wenige Verbesserungen gemacht werden konnten.

1895 wurde öffentlich bekannt gegeben, daß Dr. Bentes einen Pachtvertrag bereits am 30.10.1894 über Caldas de Monchique mit all seinen Zubehör bekommen hat. Nur das Hospital blieb unter der Oberverwaltung von Monchique.

Der Vertrag

Dieser Vertrag sollte die Zukunft der Anstalt sichern. Er besagte: die Pachtzeit soll sich auf 75 Jahre belaufen und der Pächter wurde verpflichtet ein hygienisches und komfortables Hotel entstehen zu lassen.

Die Anstalt sollte mit allen Requisiten ausgestattet werden, die andere artverwandte Anstalten auch hatten. Die Einfassung der Trinkwasserquellen und die Errichtung eines Krankenhauses in bestimmten Bedingungen sollten vorgenommen werden. Im Tausch dafür wurden dem Pächter alle Gewinne zugesprochen, die er dort (es gehörten auch 70 Hektar Land dazu) erwirtschaftete.

Foto: Häuser aus vergangenen Zeiten in Caldas de Monchique1896 Installation von Duschen im Gasthaus wurden fertiggestellt und es wurden mehr Wege im Park angelegt.

1897 Besuch des Königs „D. Carlos“. Der damalige Arzt organisierte eine Ausstellung mit allen Produkten der Gegend. Er erklärte dem König auch die Kneipp-Kur, die seinerzeit schon praktiziert wurde (Dr. Kneipp hat hier gearbeitet).

1898 eine Apotheke, ein Sekretariat und ein Konsultationsraum wurden gebaut.

1899 gab es neue Möbel für das Hotel „Central“.

Geschichte von Caldas de Monchique bis heute

1902 Eröffnung vom Spiele-, Billard- und Leseraum. Das „Palacete“ wurde erweitert und es gab nun auch Toiletten.

Dr. Bentes wurde nach Lissabon abberufen um dort in einem Gesundheitszentrum zu arbeiten. Zu der Zeit entwickelte sich eine heftige Kampagne gegen die Konzessionierung von Caldas de Monchique.

1904 am 31.12. wurde eine Klausel in den Vertrag eingebaut, die besagte: „Wenn die Umbauarbeiten nicht innerhalb von 10 Jahren abgeschlossen sind, wird der Vertrag ungültig.“ Daraufhin beruhigten sich die Gemüter und die Kampagnen vergingen.

1906 wurde per Ratsbeschluss die Leitung des Hospitals der Generaldirektion der Gesundheit übergeben. Diese ließ neue Studien über Verbesserungen anfertigen um die Besucherzahlen nochmals zu verdoppeln. Doch dies schien nur ein politisches Manöver gewesen zu sein, denn die Jahre vergingen ohne dass etwas passierte und die 10 Jahresfrist lief ab.

Foto: Lokalitäten1920 Nach dem hartnäckigen Streit wurde der Vertrag zum 27.2.1926 aufgehoben. Nun sucht man nach einer Lösungen. Es wurde eine neue Kommission wurde gegründet um die Leitung von Caldas zu übernehmen.

Man dachte es sei ein großer Fortschritt und mit Bildung der Kommission sei das Problem gelöst. Doch mit der Aufhebung des Vertrags endete nicht die Verpflichtung Caldas de Monchique zu erhalten und zu verbessern.

1926 zwischenzeitlich wurden die Trinkwasserquellen eingefasst und nochmals gründlich untersucht. Das Gasthaus wurde um den 2. Stock erweitert und das Hotel „Central“ gebaut. Am 13.12.1929 sollte eine Kommission den Plan der Bauarbeiten verwirklichen. Dazu suchte man nach finanzkräftigen Firmen, aber ohne Erfolg.

1932 am 11.05. verließ der letzte Arzt die Anstalt.

1933 wurde Strom gelegt und neue Einbauten im Badehaus „S. Jose“ vorgenommen.

Ein Generalplan

1934 am 19.4. wurde eine andere Kommission nominiert, um einen neuen Generalplan zur Weiterentwicklung und Modernisierung auszuarbeiten. Man suchte immer noch eine finanzkräftige Firma, die auf den neu ausgearbeiteten Vertag einging.

Foto: TelefonzelleDa Caldas de Monchique nicht genug Gewinne abwarf, standen diese in keinen Relationen zu den Investitionen. Man brauchte aber Fremdkapital damit alle notwendigen Arbeiten gemacht werden konnten. Weil dieses Kapital nicht aufzubringen war, wurden nur geringfügige Änderungen vorgenommen.

1935 existierte sogar eine kleine meteorologische Station.

1937 wurde eine deutsche Anlage installiert, um das Wasser mehrfach medizinisch nutzen zu können. Es war die erste und modernste Anlage dieser Art im ganzen Land.

1939 am 22.7. wurden 11 Parzellen in Caldas enteignet um die aller wichtigsten Verbesserungsarbeiten durchzuführen. Man hatte die Idee aus Caldas de Monchique eine musterhafte Anstalt zu machen. Die modernen Hotels mit einer komfortablen Einrichtung im schönen portugiesischen Stiel sollte höchsten Ansprüchen gerecht werden.

Der Ort ist nicht nur einfach ein Thermalbad sondern auch ein klimatisch glänzender Erholungsort.

1977 wurde Caldas schließlich dem Tourismus (der Firma „Enatur“ eine staatliche Institution) übergeben, weil niemand eine andere Lösung sah. Innerhalb von 9 Jahren erfuhr Caldas einen Aufschwung der Gasthäuser, der Foto: die ParkanlageRestaurierung und der Vermarktung des Wassers. Das alte Caldas mit der Behandlung von Kranken und als Kurort war damit gestorben.

Nun geht es darum diesen Ort für den Touristen so angenehm wie möglich zu gestalten. Hier ist ein moderner Ort mit geschichtlichem Flair entstanden. Wellness, Massagen und Erholung stehen heute im Vordergrund.

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